StartseiteBlog70.000 Fahrer fehlen — was das für Ihre Flotte wirklich bedeutet
Hersteller-News14. Mai 20265 Min Lesezeit0 Aufrufe

70.000 Fahrer fehlen — was das für Ihre Flotte wirklich bedeutet

Über 70.000 Berufskraftfahrer fehlen in Deutschland — und es wird nicht besser. Was das für Ihre Flotte bedeutet und wie Sie Ausfallzeiten trotzdem minimieren.

R
Revonik GmbH
Erschöpfter LKW-Fahrer lehnt an einem Mercedes-Benz Actros auf einem Speditionsgelände — Symbol für den Fahrermangel in Deutschland 2026

70.000 Fahrer fehlen — was das für Ihre Flotte wirklich bedeutet

Ich höre das seit Jahren von Disponenten und Fuhrparkleitern, aber 2026 ist es keine Klage mehr — es ist Realität. Über 70.000 Berufskraftfahrer fehlen laut BGL und elf weiteren Branchenverbänden allein in Deutschland. Manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 120.000 fehlenden Fahrern aus. Und das Schlimmste: Es wird nicht besser. 39 Prozent der aktiven Fahrer stehen kurz vor der Rente, und nur 2,6 Prozent der Berufskraftfahrer sind unter 25 Jahre alt.

Was das im Alltag bedeutet

Wenn Sie heute einen Fahrer verlieren — durch Krankheit, Kündigung oder Rente — dauert es im Schnitt mehrere Wochen bis Monate, bis Sie Ersatz finden. In dieser Zeit stehen Fahrzeuge still. Und ein stehender LKW kostet Geld, ohne einen Cent zu verdienen. Fixkosten laufen weiter: Versicherung, Finanzierung, Wartung. Aufträge müssen abgelehnt oder an Mitbewerber abgegeben werden.

Viele Fuhrparkleiter reagieren darauf, indem sie ihre vorhandenen Fahrer stärker belasten — mehr Stunden, weniger Pausen. Das ist kurzfristig verständlich, langfristig aber ein Rezept für noch mehr Ausfälle. Übermüdete Fahrer machen mehr Fehler, haben mehr Unfälle, kündigen häufiger.

Der unsichtbare Kostenfaktor: Technikausfälle

Was in dieser Diskussion oft untergeht: Wenn schon Fahrermangel herrscht, ist jeder technische Ausfall doppelt schmerzhaft. Ein LKW, der wegen eines defekten Steuergeräts in der Werkstatt steht, ist nicht nur ein Kostenproblem — er blockiert auch einen der wenigen verfügbaren Fahrer, der dann nichts fahren kann.

Ich sehe das regelmäßig in unserem Betrieb. Speditionen, die früher bei einem Steuergerät-Defekt einfach auf das nächste Fahrzeug umgestiegen wären, haben heute keinen Puffer mehr. Jeder LKW muss fahren. Jeder Ausfall trifft direkt die Lieferfähigkeit.

Was hilft — und was nicht

Die Branche diskutiert viel über Lösungen: Führerscheinreform, Anwerbung aus dem Ausland, bessere Arbeitsbedingungen. Das sind alle richtige Ansätze, aber sie brauchen Zeit. Was Sie heute tun können, ist Ihre Flotte so zuverlässig wie möglich zu halten.

Das bedeutet konkret: präventive Wartung statt reaktiver Reparatur, schnelle Reaktion bei ersten Fehlermeldungen, und — wenn ein Steuergerät defekt ist — keine wochenlange Wartezeit auf ein Neuteil in Kauf nehmen. Ein repariertes Steuergerät kostet bis zu 70 Prozent weniger als ein neues, und bei uns ist es in 2 bis 4 Werktagen wieder in Ihrem Fahrzeug. Für Standardfehler bieten wir auch Express-Reparatur in 48 Stunden an.

Fazit

Der Fahrermangel ist ein strukturelles Problem, das sich nicht über Nacht lösen lässt. Aber die Zuverlässigkeit Ihrer Flotte liegt in Ihrer Hand. Jeder Tag, an dem ein Fahrzeug unnötig steht, ist ein Tag, an dem ein Fahrer nicht fahren kann — und das können Sie sich 2026 schlicht nicht leisten.

SpeditionFahrermangelLKW Branche 2026Flotte